Energiewende und Klimaschutz

Über das Projekt

Wärme clever speichern – Meldorfs Schritt in die Zukunft

Schon vor über 20 Jahren nutzte Meldorf überschüssige Abwärme aus der örtlichen Druckerei. Sie versorgte das örtliche Schwimmbad mit Wärme, ein frühes Beispiel für nachhaltige Energienutzung.

Mit dem Erdbeckenwärmespeicher geht die Stadt nun den nächsten Schritt: Wärmeüberschüsse sollen saisonal gespeichert werden und auch im Winter zur Verfügung stehen. Seit 2021 entsteht in Kooperation mit Ramboll, Solmax, siz energieplus, Koll und Hansen Transporte ein innovatives Nahwärmeprojekt. Der Speicher fasst 43.000 m³ Wasser und kann über 1,5 GWh Wärme aufnehmen – bei bis zu 85 °C Speichertemperatur.

Mitte 2026 werden zwei Rotationswärmepumpen des Herstellers ecop (je 600 kW thermisch) das System ergänzen, um die nutzbare Energiemenge des Speichers zu erhöhen und Umweltwärme für die Speicherung zu gewinnen.

Über die 2,4 km lange Wärmetrasse versorgt unser Netz heute schon das Landesmuseum, das Hospiz, ein Wohnheim, unser Schwimmbad, diverse Schulgebäude und weitere Einrichtungen mit klimafreundlicher Energie.

Die Wärmeinfrastruktur Meldorf zeigt, wie intelligente Nahwärmelösungen heute schon Zukunft gestalten.

Wie kommt die Wärme zum Verbraucher?

Wie ein Speicherbecken funktioniert .
Die Funktionsweise eines Erdbeckenspeichers
Be- und Entladung des Speicherbeckens während Wärme- und Kälteperiode

Projektmeilensteine

  • Am 23.04.2018 wird die Wärmeinfrastruktur GmbH & Co. KG gegründet. Zu diesem Zeitpunkt gibt es bereits Ideen und erste Konzepte zur Versorgung einiger öffentlicher Liegenschaften über ein Wärmenetz und die Speicherung von industrieller Abwärme.
  • Bereits wenige Tage später wird unter dem Projektnamen „Meldorf 85 plus X“ eine erste Projektskizze zur Förderung für Deutschlands ersten Saisonalspeicher beim Projektträger Jülich (PtJ) eingereicht. Es sollen 85% (plus X) CO2-Äquivalent im Vergleich mit einer fossilen Einzelversorgung der betrachteten Gebäude eingespart werden.
  • Die Projektskizze wird in enger Abstimmung mit dem PtJ weiter verfeinert und im Oktober ein Förderantrag eingereicht.
  • Im Dezember 2019 erfolgt die Bewilligung der Förderung.
  • Die nächsten Jahre werden von Genehmigungen und Detailplanungen beansprucht.
  • Im März 2022 werden erste Baggerarbeiten durchgeführt 
  • Die Wasserhaltung (Grundwasser) des Bauwerks stellt sich als deutlich aufwändiger heraus als ursprünglich geplant und verzögert die Fertigstellung der Erdarbeiten.
  • Im November 2022 wird die Auskleidung des Beckens mit Kunststoffdeckbahnen fertiggestellt
  • Am 21.11.2022 wird mit der Befüllung des Beckens begonnen.
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